Brandschutztüren aus Stahl – Mit aller Härte gegen das Feuer

Bei einem Brand zählt jede Minute. Deshalb sorgen Brandschutztüren für einen zeitlichen Vorsprung bei der Evakuierung und Feuerbekämpfung. Denn diese Türen sind so konstruiert, dass sie die Brand- und Rauchentwicklung für eine gewisse Zeit blockieren. Dadurch können sie im Ernstfall Leben retten und trennen im eigenen Haus Gefahrenquellen, wie die Garage oder den Heizungskeller, sicher vom Wohnraum ab. Alle Brandschutztüren müssen bestimmte Normen erfüllen, können sich aber in einzelnen Punkten unterscheiden. Dazu zählt beispielsweise das äußere Material der Tür: Brandschutztüren gibt es aus Holz, Aluminium, Stahl und Glas.

Nur eine geschlossene Tür ist eine sichere Tür

Die einfachste Brandschutztür ist eine T30 Tür. Sie wirkt feuerhemmend und widersteht dem Feuer für mindestens 30 Minuten. Sie wird meistens in Innenräumen eingesetzt, aber auch als Eingangstür für Wohnungen. Mehr Schutz bietet eine T90 Tür. Die Zahl hinter dem T steht für die Zeit, in der die Tür dem Feuer widerstehen kann. Bei einer feuerbeständigen T90 Tür sind das somit 90 Minuten. Beide Türen kommen in 1-flügeliger oder 2-flügeliger Variante vor. Zusätzlich zum Brandschutz kann die Tür auch vor Rauch schützen – erkennbar an der Abkürzung „RS“. Ausschlaggebend für den Ernstfall ist jedoch, dass sich die Tür von selbst schließt. Nur im geschlossenen Zustand wird eine Ausbreitung des Feuers verhindert. Durch (elektro-)mechanische Türschließer fällt die Tür immer von selbst ins Schloss, vorausgesetzt sie ist nicht verkeilt oder anderweitig fixiert. Dann ist ihre Funktion als Brandschutztür außer Kraft gesetzt. Bei rauchdichten Türen sind Türschließer oberhalb der Türen (genannt: Obentürschließer) sogar vorgeschrieben.

Luftdichter Abschluss im Ernstfall

Jede Brandschutztür besteht aus einem Türblatt, das einen unsichtbaren Kern aus mineralischem Füllstoff in sich trägt, ähnlich wie Gips. Der Füllstoff bindet Feuchtigkeit und verlangsamt dadurch Feuer und Rauch. Eingebettet ist dieser Kern in eine Hülle aus Stahl, Aluminium oder Holz. Hierbei ist Stahl besonders langlebig, schalldämmend und isolierend. Eine Tür besteht jedoch nicht nur aus dem Türblatt, sondern wird mit einem Rahmen (genannt: Zarge) in der Wand verankert. Auch der Rahmen muss dem Brand standhalten und darf weder Luft noch Rauch durchlassen. Deshalb wird der Einbau ins Mauerwerk, Ständerwerk oder in den Porenbeton durch geschultes Fachpersonal empfohlen. Mit den passenden Dichtungen ist die Brandschutztür bestens für den Ernstfall gerüstet.  

Das komplette Paket für optimalen Brandschutz

Auf dem Markt haben sich mehrere deutsche Hersteller von Brandschutztüren etabliert, zum Beispiel Hörmann, Novoferm und Teckentrup (als Spezialist für Brandschutztüren aus Stahl). Auf brandschutzshop24.de finden Sie eine große Auswahl von Brandschutztüren von verschiedenen Herstellern und Materialien. Je nach Ausführung liegen die Preise von T30 Türen aus Stahl zwischen 300 Euro und 600 Euro. T90 Türen kosten zwischen 1.000 Euro und 2.000 Euro. Insgesamt bieten Brandschutztüren aus Stahl ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis. In der umfangreichen Lieferung sind Türflügel, Zarge, Dichtungen, Türschließer, Bänder, Einsteckschloss und Drückergarnitur enthalten.

Revisionstüren mit Federschnapper – Klappe halten leicht gemacht

Wenn Wartungsklappen ganz unauffällig in der Wandgestaltung verschwinden sollen, dann kommt am besten eine Revisionstür mit Federschnapper zum Einsatz. Denn im Gegensatz zu anderen Verschlussarten benötigt der Federschnapper keinen Griff oder Schlüssel. Das Türblatt ist eine ebene Fläche ohne Erhebungen, Vertiefungen oder Schlüssellöcher, sodass es in der Wand kaum wahrgenommen wird. Trotzdem erfüllt der Federschnapper alle Ansprüche an eine Revisionstür und bietet im Alltag schnellen Zugang zu einem Hohlraum in der Wand. Hinter der Wartungsklappe verbergen sich beispielsweise Wasserzähler, elektrische Leitungen oder eine Heizungsanlage, die Sie bequem ablesen und kontrollieren können. Aber Achtung, einen Nachteil hat der Federschnapper im Gegensatz zu anderen Revisionstüren: Er lässt sich nicht abschließen!

Federleichte Bedienung

Der Federschnapper wird auch Federschnäpper genannt und ist ein Schnappverschluss. Sein Vorteil gegenüber anderen Verschlüssen: Sie benötigen weder Werkzeug noch Schlüssel, um die Tür zu öffnen bzw. zu schließen. Stattdessen drücken Sie einfach mit der Hand oder dem Finger auf das Türblatt und die Klappe springt von selbst auf. Auf die gleiche Weise schließen Sie die Tür auch wieder: Einfach das Türblatt in den Rahmen drücken – und schon ist die Revisionstür zu. Dieser Mechanismus ist besonders geeignet für eine häufige Nutzung der Tür bzw. Klappe. So können auch verschiedene Personen die Tür benutzen, ohne dass jeder einen Schlüssel benötigt.

Die Tür ist eingeschnappt

Die Vorrichtung des Federschnappers funktioniert rein mechanisch. Der Schnapper kann die Revisionstür entweder lösen (beim Öffnen der Tür) oder feststellen (beim Schließen der Tür). Dafür hat der Schnapper eine Feder – wie der Name „Federschnapper“ schon sagt. Ist die Tür geschlossen, dann ist die Feder im Türrahmen gespannt und hält das Türblatt an Ort und Stelle. Mit einem Druck auf die Tür wird die Feder über eine kleine Rolle noch weiter zusammengedrückt und lässt die Tür dadurch los. Anschließend entspannt sich die Feder, bis die Tür wieder geschlossen wird. Dann sorgt der händische Druck beim Schließen der Tür dafür, dass sich die Feder erneut spannt und das Türblatt im Rahmen fixiert.  

Die einfachste Lösung für Revisionstüren

Revisionstüren mit Federschnapper gibt es im Revisionstürenshop24 in verschiedenen Größen von 20 x 20 cm bis hin zu 60 x 100 cm. Auch Sondergrößen können gegen Aufpreis angefertigt werden. Die Tür aus Stahlblech hat entweder eine weiß beschichtete Oberfläche oder besteht aus poliertem Edelstahl. Auch Lüftungsschlitze sind im sonst glatten Türblatt möglich. Allerdings ist der Federschnapper für anspruchsvolle Anforderungen wie Brandschutz oder Kindersicherung eher nicht geeignet.

Feststellanlagen – Immer geöffnet, zuverlässig geschlossen

In stark frequentierten Fluren und Treppenhäusern sorgen Brandschutztüren für wertvolle Minuten im Ernstfall. Sie schneiden Feuer und Rauch den Weg ab und verlangsamen deren Ausbreitung, zumindest wenn sie geschlossen sind. Doch im Alltag sind die großen und schweren Türen eher hinderlich. Gerade für Kinder und Menschen mit körperlichen Einschränkungen stellen die Türen ein unüberwindbares Hindernis dar. Deshalb können Brandschutztüren mit einer elektrischen Feststellanlage (FSA) ausgestattet werden – auch Türfeststellanlage (TFA) genannt. Bei Gefahr signalisiert ein eingebauter Brandmelder der Tür, dass sie ins Schloss fallen soll. Bis dahin kann sie jedoch offen stehen bleiben und bietet einen freien Durchgang. Für den regen Betrieb auf einer Krankenstation oder für den barrierefreien Zugang in einer öffentlichen Einrichtung ist eine Feststellanlage die optimale Lösung. Doch Vorsicht: Wird die Tür zusätzlich verkeilt oder fixiert, kann sie im Brandfall nicht mehr schließen und verliert ihre Funktion als Brandschutztür.

Jede Feststellanlage muss durch die Prüfung

Da Feststellanlagen durch ihre Funktionstüchtigkeit über Leben und Tod entscheiden, werden sie geprüft und regelmäßig gewartet. In Deutschland ist dafür die Einhaltung spezieller DIN-Normen vorgeschrieben. Zudem ist eine allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) erforderlich, bei der die Feststellanlage eine Eignungsprüfung durchläuft. Davon betroffen ist die gesamte Feststellanlage mit allen Einzelteilen. Werden einzelne Bauteile in der Konstruktion verändert, muss die Anlage erneut eine Eignungsprüfung bestehen. Die Anforderungen für die Prüfung legt das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) fest. Eine Zulassung ist fünf Jahre lang gültig und kann anschließend unter Umständen verlängert werden. Die Verlängerung muss jedoch beantragt werden – die Anlage darf nicht einfach weiter montiert werden. Bereits verwendete Feststellanlagen dürfen weiterhin im Einsatz bleiben, wenn sie noch den ursprünglichen Anforderungen entsprechen. Und wenn sie regelmäßig gewartet und geprüft wurden. Sachkundiges und zertifiziertes Personal (beispielsweise vom Hersteller) fertigt Dokumente zur Wartung und Instandhaltung an. Das Vorgehen muss jedoch der Betreiber veranlassen. Als Ergebnis sollten Sie alle Dokumente zum sachgerechten Einbau und zur Bauartgenehmigung (aBG) für spätere Kontrollen unbedingt aufbewahren.

Bei Feuer und Rauch fällt die Tür ins Schloss

Angebracht sind Feststellanlagen an ein- oder zweiflügeligen Brandschutztüren und Rauchschutztüren im Innenbereich. Sie sind recht komplexe Einrichtungen und bestehen im Wesentlichen aus folgenden Elementen: Brandmelder (mindestens einer), Stromversorgung, Feststellvorrichtung, Auslösevorrichtung und ggf. Handauslösetaster. Tritt im Gebäude ein Brand oder Rauch auf, wird dieser vom Brandmelder bemerkt und an die Auslöseeinrichtung weitergegeben – die Tür löst sich und fällt ins Schloss. Bis dahin hält eine elektromagnetische Feststellvorrichtung die Tür geöffnet. Hierfür benötigt sie allerdings Strom, sodass sie sich bei einem Stromausfall direkt abschaltet und die Tür mittels Türschließer ins Schloss fällt. Die Tür kann auch manuell geschlossen werden: entweder mit einem roten Handauslösetaster mit der Aufschrift „Tür schließen“ oder mit einem leichten Druck auf das Türblatt.

Worin unterscheiden sich Feststellanlagen?

Feststellanlagen gibt es im brandschutzshop24.de in verschiedenen Ausführungen – passend zu Ihrer Tür. Neben den standardisierten Produkteigenschaften und der DIBt-Zulassung sollten Sie bei der Auswahl auf spezifische und ggf. äußerst nützliche Merkmale achten:

  • Integrierte Schließfolgeregelung bei zweiflügeligen Türen
  • Einstellbare Schließkraft
  • Stufenloses Feststellen
  • Unauffällig verbaute Einzelteile
  • Zusätzliche Anschlüsse, z. B. für Rauchmelder

Vierkantschlüssel aus Kunststoff – Vier Kanten für eine offene Tür

Auch Revisionstüren müssen hin und wieder geöffnet werden, zum Beispiel um dahinterliegende Leitungen zu überprüfen oder Schächte zu reinigen. Soll der Zugang für Unbefugte jedoch ausgeschlossen sein, dann sind die Wartungsklappen häufig mit einem Vierkantverschluss gesichert. Dieser sieht mit seinen vier Kanten etwas anders aus als ein typisches Schlüsselloch und lässt sich auch nicht mit einem normalen Schlüssel öffnen. Vielleicht haben Sie noch einen Sechskantschlüssel im Werkzeugkasten, doch der hat leider zwei Kanten zu viel. Hier hilft nur ein Vierkantschlüssel, um die Revisionstür zu öffnen.

Quadratisch, praktisch, sicher

Für das Aufschließen einer Revisionstür mit Vierkantverschluss benötigen Sie einen Vierkantschlüssel. Dieser wird auf den sichtbaren Teil des Verschlusses (den Dorn mit seiner quadratischen Fläche) aufgesetzt und anschließend umgedreht. Als passendes Gegenstück zum Dorn ist der Vierkantschlüssel auch als Dornschlüssel bekannt. Das Umdrehen funktioniert wie bei einem gewöhnlichen Schlüssel. Nach dem Öffnen und Schließen wird der Schlüssel wieder abgezogen und bleibt nicht im Schloss stecken. Vorsicht: Im Gegensatz zu einem handelsüblichen Schlüssel besitzt der Vierkantschlüssel ein Loch, das bei falscher Lagerung auch verschmutzen und verkleben kann, wodurch der Schlüssel unbrauchbar wird. Damit er im Werkzeugkasten nicht verloren geht, können Sie auch ein kleines Loch am Kunststoffgriff des Schüssels anbringen. Dann passt er mit an den Schlüsselbund oder ans Schlüsselbrett.

Der Quadratschädel unter den Schlüsseln

Der Vierkantschlüssel besteht aus drei Teilen: Griff, Hals und Kopf. Der Griff ist flach und lässt sich gut mit Zeigefinger und Daumen greifen. Die Reite, so kann der Griff auch genannt werden, hat kein Loch, sondern ist eine zusammenhängende Fläche. Daran ist der Hals befestigt, auch bekannt als Halm oder Schaft. Dieser ist beim Vierkantschlüssel eher kurz und dadurch stabil. Am anderen Ende des Halses befindet sich der typische Kopf – in Form eines quadratischen Einstecklochs. Das Einsteckloch wird auch Innenvierkant genannt, da es aus vier innenliegenden Kanten besteht. Für die Vierkantverschlüsse bei Revisionstüren hat sich ein Innenvierkant mit sieben oder manchmal auch acht Millimetern durchgesetzt. Der gesamte Schlüssel ist mit einer Gesamtlänge von rund fünf Zentimetern robust und handlich. Bei der Fertigung aus Kunststoff ist der Schlüssel besonders leicht und günstig.

Ein Schlüssel für alle gängigen Revisionstüren

Im Revisionstürenshop24 wird ein Vierkantschlüssel aus Kunststoff vom Hersteller Upmann angeboten. Dieser ist blau und dadurch leicht erkennbar. Mit seiner handelsüblichen Größe als Innenvierkant mit sieben Millimetern passt er zu allen standardisierten Revisionstüren mit Vierkantverschluss – egal von welchem Hersteller.

Türschließer – So fällt die Tür sicher ins Schloss

Eine Tür erfüllt meistens erst dann ihren Zweck, wenn sie geschlossen ist. So schützt die Haustür vor Wind und Wetter, die Ladentür vor unbefugten Besuchern, die Tür im Klassenzimmer vor Lärm im Flur und die Brandschutztür vor Feuer und Rauch. Ein Türschließer sorgt dafür (wie der Name schon sagt), dass Ihre Tür nach dem Öffnen sicher ins Schloss fällt und dadurch ihre Funktion erfüllt. Bei Brandschutztüren ist diese selbstschließende Funktion sogar vorgeschrieben. Türschließer werden auch Türheber genannt und kommen an vielen verschiedenen Türen im Innen- und Außenbereich zum Einsatz.

Der Tür einen Dämpfer verpassen

Türschließer gibt es in zwei Varianten: als Bodentürschließer und Obentürschließer. Bodentürschließer kommen eher bei großen und repräsentativen Türen zum Einsatz. Sie sind im Boden eingelassen und mit der unteren Türkante verbunden. Obentürschließer sind hingegen im oberen Bereich der Tür angebracht und bestehen aus einem Kasten mit einer Gleitschiene oder einem Scherenarm. Bei modernen Türschließern fällt auf, dass diese nicht ganz gleichmäßig zufallen, sondern von einem hydraulischen Dämpfer gebremst werden. So haben Sie auch mit voll bepackten Händen genug Zeit zum Hindurchschlüpfen. Kurz vor dem Schloss fällt die Tür etwas schneller zu, um den Luftwiderstand im Türspalt zu überwinden. Beim Öffnen der Tür sorgt der Türschließer wiederum dafür, dass die Tür nicht plötzlich aufgerissen wird und gegen eine Wand schlägt, was Schäden an Tür und Wand verursachen kann.

Kraftübertragung per Feder und Gleitschiene

Hinter Türschließern steckt ein ausgeklügeltes System aus verschiedenen Elementen. So besteht ein Obentürschließer mit hydraulischem Dämpfer aus einem Schließer und einer Gleitschiene bzw. einem Gestänge. Der Schließer enthält eine Feder, welche die Energie vom Öffnen der Tür speichert. Die gespeicherte Energie wird beim Schließen der Tür zum Dämpfen allmählich wieder abgegeben. Bei Brandschutztüren ist zusätzlich noch eine Montageplatte für den Schließer vorgesehen. Die Gleitschiene ist mit Türschließer der Auf dem Türblatt sitzt verbunden. Ihr Zweck besteht in der Kraftübertragung auf das Türblatt. Bei zweiflügeligen Türen werden zwei Türschließer benötigt, aber nur eine Gleitschiene. Über die Schiene wird dann allerdings eine Schließreihenfolge geregelt.

Individuelle Einstellungen beim Schließvorgang

Das Besondere an gedämpften Obentürschließern ist die individuelle Einstellung der Feder. Je nach Hersteller (wie z. B. Dorma, GEZE oder ECO) gibt es unterschiedliche Ausführungen, die auf brandschutzshop24.de erhältlich sind. So kann bei Produkten des bekannten Herstellers GEZE beispielsweise Folgendes am Kasten eingestellt werden:

  • Schließgeschwindigkeit – Wie viel Zeit vergeht beim Zufallen der Tür?
  • Schließkraft – Wie viel Kraft wendet der Türschließer auf (wächst mit der Größe des Flügels)?
  • Öffnungsdämpfung – Wie stark wird die Tür beim Öffnen gebremst?
  • Endschlag – Wie schnell fällt die Tür kurz vorm Schließen ins Schloss?

Revisionstüren mit Vierkantverschluss – Einfach öffnen, sicher schließen

Normalerweise bieten Revisionstüren bzw. Wartungsklappen einen schnellen Zugang zu Hohlräumen in der Wand. So können Wasserzähler, Sicherungen oder Heizkörper ohne weiteren Aufwand erreicht und überprüft werden. Doch dahinter verbergen sich manchmal auch gefährliche, sensible oder komplizierte Apparaturen, zu denen Unbefugte keinen Zugang haben sollen. Dann eignet sich eine Revisionstür mit Vierkantverschluss. Zum Beispiel an Kamintüren oder Schaltschranktüren ist solch ein Verschluss häufig anzutreffen. Er hält die Revisionstür geschlossen und verhindert, dass sie versehentlich geöffnet wird. Zum Öffnen und Schließen der Tür benötigen Sie einen speziellen Vierkantschlüssel.

Einsetzen, 90 Grad drehen, öffnen

Bei Revisionstüren ist der Vierkantverschluss weit verbreitet. Dahinter steckt ein einfacher und gleichzeitig effektiver Mechanismus, um die Tür geschlossen zu halten. Von außen ist nur eine Vertiefung im Türblatt zu sehen, in die der Vierkantverschluss eingesetzt ist. Schon der erste Blick auf die vier Kanten verrät: Hier passt kein normaler Schlüssel. Stattdessen brauchen Sie einen Vierkantschlüssel, der genau auf die vier Kanten in der Vertiefung passt. Zum Öffnen drehen Sie den Schlüssel 90 Grad – und zwar in die Richtung, in welche die Revisionstür aufschwingen soll. Zum Schließen ist das Drehen in die entgegengesetzte Richtung notwendig. Wichtig: Die Vertiefung im Türblatt darf bei Bau- und Renovierungsarbeiten nicht überstrichen oder verklebt werden, sonst greift der Vierkantschlüssel nicht mehr richtig. Wenn der Verschluss mal klemmt, kann er ggf. mit Öl (z. B. WD-40) geschmiert werden.

Mit der Zunge verkantet

Der Vierkantverschluss funktioniert rein mechanisch wie ein Drehriegel und besteht im Wesentlichen aus drei Teilen: Dorn, Gehäuse und Zunge. In der Vertiefung des Türblatts ist das vierkantige Ende des Dorns zu sehen. Hier wird der Vierkantschlüssel aufgesetzt. Der zweite Teil ist ein zylinderförmiges Gehäuse, das den Dorn umschließt. Das Gehäuse steckt fest in der Tür und der Dorn kann sich darin drehen. Als drittes Element gibt es noch die Zunge. Diese ist mit dem Dorn verbunden und wird umgelegt, sobald sich der Dorn dreht. Die Zunge sitzt hinter dem Türblatt und ragt bei geschlossenem Zustand darüber hinaus. Beim Zuschließen verklemmt sich die Zunge hinter dem Türrahmen und hält das Türblatt daran fest. Damit der Rahmen dem Druck standhält und sich dadurch nicht verzieht, ist er verwindungssteif gefertigt.

Eine sichere Tür für jede Lage

Je nach Hersteller sind unterschiedliche Revisionstüren mit ein oder mehreren Vierkantverschlüssen erhältlich. Allein der Revisionstürenshop24 bietet schon eine große Auswahl an derartigen Türen: von kleinen Kamintüren (11 x 25 cm) bis hin zu großen Revisionsklappen mit zwei Verschlüssen (100 x 120 cm). Für jede Anforderung ist die richtige Revisionstür dabei.

Wann benötige ich eine T30 Tür?

T30, T30 DS, T30 RS, EI2 30-C5-Sm – was eher klingt wie eine chemische Formel, ist in Wirklichkeit die Bezeichnung für eine T30 Brandschutztür. Das T steht für „Tür“ und die Zahl 30 für die Dauer, die eine Tür im Brandfall mindestens durchhalten muss. Laut Brandprüfung der Norm EN 1634-1 wird die Tür dafür mit rund 1.000 Grad Celsius einseitig erhitzt und muss den Flammen mindestens 30 Minuten lang standhalten. Nur dann verdient sie den Namen „T30“. Während dieser Zeit muss sich die Tür auch durchgehend öffnen lassen, zum Beispiel für eine Evakuierung oder für die Feuerbekämpfung. Doch es gibt auch Brandschutztüren, die für wesentlich längere Zeiträume konstruiert sind. Diese tragen dann Namen wie „T120“ oder „T180“.

Feuerwiderstandsklassen von Brandschutztüren:

  • T30 (feuerhemmend)
  • T60 (hochfeuerhemmend)
  • T90 (feuerbeständig)
  • T120 (hochfeuerbeständig)
  • T180 (höchstfeuerbeständig)

T30 RS oder EI2 30-C5-Sm – Was steckt dahinter?

Zu der Zahl gesellen sich verschiedene Abkürzungen. So steht der Name „T30-1“ für eine einflügelige T30 Brandschutztür, „T30-2“ für eine zweiflügelige. „S“ bedeutet selbstschließend, „D“ dichtschließend und „R“ rauchschließend. Eine „T30 RS“ ist demnach eine T30 Brandschutztür, die gleichzeitig die Funktion einer Rauchschutztür übernimmt. Das bedeutet, dass die Dichtungen an allen vier Seiten keinen Rauch durchlassen dürfen. Seit 2015 ist die Bezeichnung noch komplizierter geworden, indem die europäische Norm EN 16034 die Bezeichnung „T30“ nach und nach durch „EI2 30“ ersetzte. Eine „T30 RS“ heißt nun „EI2 30-C5-Sm“. Dadurch können die einzelnen Türen und Funktionen auf europäischer Ebene noch genauer unterschieden und benannt werden. Doch wesentlich einfacher und geläufiger ist im deutschsprachigen Raum die Bezeichnung „T30“.

T30, T60, T90 – Wann ist welche Tür erforderlich?

T30 ist die kleinste Feuerwiderstandsklasse der Brandschutztüren und deshalb recht häufig im Einsatz. Je größer der Feuerwiderstand, desto schwerer die Tür und desto teurer ist die Herstellung und Montage. Außerdem müssen die Wände ebenso stabil wie die Brandschutztür sein. In vielen Gebäuden können gar keine T60 oder T90 Türen eingebaut werden, da die Wände zu dünn sind und im Brandfall vor der Tür einstürzen würden. Brandschutz lässt sich demnach nur als ganzheitliches Konzept betrachten, bei dem Wände und Türen perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen. Nur in Kombination können sie den Flammen möglichst lange standhalten. Allerdings braucht auch nicht jedes Gebäude T90 Türen, da das im alltäglichen Durchgangsverkehr sehr hinderlich wäre und seinen Zweck verfehlt. Der Trend geht eher zu Multifunktionstüren, die verschiedene Schutzfunktionen miteinander kombinieren: zum Beispiel Brand-, Rauch-, Schall- und Einbruchschutz – alles in einer Tür. Welche Brandschutztüren Sie letztendlich verbauen dürfen bzw. müssen, das ist abhängig vom Zweck und von der Bauweise Ihres Gebäudes sowie von der Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes. Benötigen Sie überhaupt Brandschutztüren? Das erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Was können Brandschutztüren – Definition, Funktion & Montage“.

Funktion & Unterschiede von Revisionstüren – Ein Blick in die Wand

Revisionstüren gehören zu den typischen, versteckten Helfern im Alltag. Den Namen kennt kaum jemand, aber jeder hatte sie schon mal in der Hand. Die Rede ist von Wartungsklappen. Sie ermöglichen den Zugang zu einem dahinter liegenden Hohlraum in der Wand – zum Beispiel zu Rohren, elektrischen Leitungen, zur Wasseruhr oder zum Schornstein. Dazu passend sind sie nach dem lateinischen Wort „revidere“ benannt, was so viel wie „wiedersehen“ bedeutet. Eine Revisionstür wird also immer dann eingesetzt, wenn zu einem späteren Zeitpunkt der Zugang zum Hohlraum gewährleistet werden soll. Und zwar ohne dafür extra ein Loch in die Wand bohren zu müssen. Typische Anwendungsfälle für Revisionstüren sind Rohrverstopfungen, Schäden an elektrischen Leitungen, das Ablesen von Strom- oder Wasserzählern und die Schornsteinreinigung. Die Wartungsklappen gibt es in ganz unterschiedlichen Größen, Formaten und Materialien, um für jede Wand und jeden Zweck die passende Verkleidung zu finden.

Unsichtbar im Alltag, zugänglich im Ernstfall

Im Alltag sollen die Türen am besten mit der Wandverkleidung verschmelzen und dadurch möglichst unsichtbar werden. Auf der anderen Seite muss jedoch ein freier Zugang gewährleistet werden. Denn die Revisionstür muss im Notfall schnell zu öffnen sein, um weitere Schäden zu vermeiden. Die Tür hinter einem Schrank zu verstecken, ist also keine Lösung. Doch mit modernen Revisionsklappen ist das auch gar nicht nötig. Sie fügen sich passgenau in die Wandgestaltung ein und können unter anderem mit Fliesen beklebt werden. So wird der Hohlraum dahinter im Alltag gar nicht mehr wahrgenommen. Andere Revisionstüren sind hingegen sehr auffällig gestaltet und sollen im richtigen Moment den Blick auf sich ziehen. Oder sie erfüllen zusätzliche Funktionen wie Brandschutz bzw. Hitzebeständigkeit. Die Auswahl ist groß, doch was ist beim Kauf einer Revisionstür zu beachten?

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Welche Revisionstür Sie benötigen, das hängt ganz vom Zweck der Klappe ab: Soll sie staub- oder luftdicht sein, in einem Feuchtraum eingesetzt werden oder sogar einem Feuer standhalten? Für verschiedene Anforderungen gibt es verschiedene Türen. Beim Kauf sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Passt die Revisionstür optisch zur Wandgestaltung?
  • Ist der Anschlag der Tür auf der richtigen Seite bzw. lässt er sich ggf. sogar umsetzen?
  • Erfüllt die Revisionstür die raumspezifischen Anforderungen (z. B. Brandschutz, Feuchtigkeit, Staubaufkommen)?
  • Ist die Tür geschweißt oder geschraubt? Bei einer geschraubten Klappe können einzelne Elemente später erneuert werden.
  • Lässt sich die Tür einfach öffnen und schließen? Macht der Schließmechanismus einen stabilen und langlebigen Eindruck?
  • Wie funktioniert die Montage der Revisionstür? Brauchen Sie dafür fachmännische Kenntnisse oder spezielles Werkzeug?

Was können Brandschutztüren – Definition, Funktion & Montage

Wie der Name schon sagt, schützt eine Brandschutztür bzw. Feuerschutztür vor Bränden. Damit ist sie ein wesentlicher Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes. Die Tür besteht in der Regel aus feuerbeständigen Materialien wie Stahl oder Aluminium (außen) sowie Mineralwolle oder Mineralfaserplatten (innen). So wird das Feuer möglichst lange zurückgehalten, damit das Gebäude in dieser Zeit evakuiert werden kann. Allerdings unterliegt die Bezeichnung ‚Brandschutztür‘ keiner allgemein gültigen Norm. Deshalb sagt der Name allein nicht viel über die Beschaffenheit und Eigenschaften der Tür aus. Denn Brandschutztüren gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen: von der 1-flügeligen und rauchdichten T30 Holztür bis hin zur 2-flügeligen T90 Stahltür. Die Abkürzungen T30, T60 und T90 stehen dabei für die Anzahl der Minuten, die solche eine Brandschutztür im Ernstfall einem Feuer standhalten kann.

Wo sind Brandschutztüren erforderlich?

Eine wichtige Eigenschaft haben jedoch alle Brandschutztüren gemeinsam: sie verschließen sich von selbst. Und dieser Mechanismus sollte niemals durch das Verkeilen oder Anbinden der Tür verhindert werden. Denn ansonsten ist der Feuerschutz außer Kraft gesetzt. Brandschutztüren werden üblicherweise an allen Stellen eingesetzt, an denen sich Gefahrenquellen im Gebäude befinden oder an denen viele Menschen unterwegs sind. Im Einfamilienhaus zählen zum Beispiel die Garage, der Heizungskeller und der Öltank zu potenziellen Gefahrenquellen, die durch eine verstärkte und feuerhemmende Tür vom Wohnraum abgeschirmt werden. In öffentlichen Gebäuden befinden sich Rauch- und Brandschutztüren in erster Linie entlang der Lauf- und Fluchtwege, um im Brandfall die Menschen vor Rauch und Feuer zu schützen und sie somit rechtzeitig zu evakuieren.

Hier kommen Rauch- & Brandschutztüren zum Einsatz:

  • Lange Flure (mehr als 30 Meter)
  • Treppenhäuser
  • Notausgänge
  • Fluchtwege
  • Abschirmung möglicher Gefahrenquellen

Brandschutz nur mit Zulassungsschild & CE-Kennzeichnung

Wo genau Brandschutztüren verpflichtend eingebaut werden müssen, das können Sie der jeweiligen Landesbauordnung Ihres Bundeslandes sowie den Sonderbauschriften entnehmen. Generell wird eine Brandschutztür vom Gesetzgeber nur als Brandschutztür anerkannt, wenn sie auch mit einer CE-Kennzeichnung sowie einem Zulassungsschild markiert ist. Auf dem Zulassungsschild sind Hersteller, Feuerwiderstandsklasse, Überwachung und das Jahr der Herstellung angegeben. Die CE-Kennzeichnung erhält die Tür wiederum nur, wenn sie entsprechend fachmännisch und nach Anleitung des Herstellers eingebaut wurde. Nur dann übernimmt der Hersteller die Verantwortung für das Produkt. Weicht der Monteur von der Anleitung ab und nimmt nicht zulässige Änderungen an der Brandschutztür vor, liegt die Verantwortung für die richtige Funktion der Tür wiederum beim Monteur selbst. Damit beim Einbau keine unbeabsichtigten Fehler auftreten und die Brandschutztür im Ernstfall auch einwandfrei funktioniert, empfehlen wir die Montage durch einen erfahrenen Fachmann für Brandschutztüren.  

Lesen Sie rein, wir haben geöffnet!

Willkommen in der Welt der Türen. Kaum einen Gegenstand haben Sie im Alltag so oft in der Hand wie die Türklinke. Denn Türen stellen einerseits die Verbindung zwischen zwei Räumen oder zwischen drinnen und draußen dar. Andererseits trennen Türen aber auch Zimmer oder ganze Bereiche voneinander ab. Im Extremfall können Türen als Schutz vor Hitze, Kälte, Rauch, Lautstärke oder Schadstoffen sogar Menschenleben retten.

Deshalb möchten wir uns in diesem Ratgeber intensiver mit Türen beschäftigen und in Zukunft regelmäßig Beiträge rund um gute Produkte und wissenswerte Hintergründe veröffentlichen. Dazu zählen unter anderem Vorstellungen und Tests von verschiedenen Türen sowie Informationen rund um die Themen Brandschutz und Wartung. Unser Fokus liegt vor allem auf Brandschutz- und Revisionstüren. Denn in diesen Bereichen ist fachmännisches Know-how gefragt, das wir Ihnen durch unsere Beiträge gern mit auf den Weg geben wollen.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung in den Kommentaren!